|
04.07.2004
Wenn das Kino zum Publikum kommt
Internationales Filmfestival Sansibar
Das Internationale Sansibar Filmfestival, kurz ZIFF,
gilt als wichtigstes Kulturereignis Ostafrikas. Zehn
Tage lang trafen auf der Insel im Indischen Ozean, die
zu Tansania gehört, Filmschaffende Ostafrikas mit
Filmemachern aus der ganzen Welt zusammen. So war unter
anderem eine Gruppe von "Dogma"-Leuten aus
Dänemark dabei, die einen Workshop über "Dogma"
gemacht haben. Für afrikanische Filmemacher sei
diese Herangehensweise an Film etwas "exotisch",
berichtet die Korrespondentin Birgit Koß in Fazit.
57 Filme waren im Wettbewerb in den Kategorien Kurzfilm,
ostafrikanischer Film, Dokumentarfilm und Spielfilm
zu sehen. Der Themenschwerpunkt "South Africa 10!"
beschäftigte sich mit zehn Jahren Demokratie und
Ende der Apartheid in Südafrika. Andere afrikanische
Themen wie der Völkermord in Ruanda, aber auch
Aufklärungsfilme gegen die sexuelle Belästigung
von Frauen waren sehr präsent. Ein Spielfilm über
die Situation in Ruanda hat denn auch den Publikumspreis
gewonnen.
Die Jury legte mehr Wert auf eine globalere Sicht.
Wohl deshalb hat der indische Film "Der Pfad"
in der Kategorie Spielfilm gewonnen, der eine konventionell
erzählte Familiengeschichte ist. Experimentelleres
gab es eher im Bereich Kurzfilm zu sehen.
Ein wichtiger Aspekt des Filmfestivals Sansibar ist
auch, dass das Festival in die Dörfer fährt
und dort Filme zeigt. Auf Sansibar gibt es seit zwei
Jahren kein Kino mehr, denn: inzwischen haben viele
Menschen Satellitenschüsseln und können zwischen
66 Programmen wählen, keiner geht mehr ins Kino.
Vielleicht gab es deshalb nur 12 Spielfilme im Wettbewerb.
Im Begleitprogramm des Festivals gab es Konzerte, eine
kleine Buchmesse sowie diverse Ausstellungen.
Donnerstag, 5. Februar 2004
Moviestar Mandela?
Südafrikas Filmindustrie boomt
Das bewegte Leben von Südafrikas Ex-Präsident
Nelson Mandela (85) soll Ende des Jahres mit US-Hollywood-Star
Morgan Freeman in der Hauptrolle verfilmt werden.
"Wir haben gerade das Drehbuch erhalten",
erklärte der südafrikanische Filmproduzent
Anant Singh dem Rundfunksender SABC. In Anlehnung an
den Titel von Mandelas Memoiren soll der Streifen unter
dem Arbeitstitel "Long walk to freedom" (
Der lange Weg zur Freiheit) an Originalplätzen
gedreht werden.
Singh, der neben dem Neubau dder Filmstadt Dreamworld
bei Somerset West / Kapstadt ein weiteres in seiner
Heimatstadt Durban plant, gilt als Freund des 85-jährigen
Friedens-Nobelpreisträgers.
Dazu passt auch diese Nachricht: Südafrika reagiert
mit dem Bau der Dreamworld Filmstadt auf das wachsende
Interesse ausländischer Produzenten. Die Arbeiten
für das knapp eine halbe Mrd Rand (58 Mio Euro)
teure Zentrum sollen Anfang 2005 beginnen, erklärte
Südafrikas Filmmagnat Anant Singh in Kapstadt.
Die aus acht großen Filmstudios, diversen Freiluftbühnen
sowie allen nötigen Produktionseinheiten bestehende
Anlage soll Anfang 2006 anfangen zu produzieren.
Singhs Dreamworld-Konsortium hatte den Zuschlag für
den Bau des in Kapstadts Weinregion gelegenen Film-Zentrums
erhalten. Südafrika hat sich angesichts einer guten
Infrastruktur und günstiger Preise zunehmend zu
einem neuen attraktiven Ziel von Filmproduzenten aus
Europa, den USA und Indien entwickelt. Mit jährlich
800 Drehtagen und einem Umsatz von geschätzten
250 Mio Euro gilt die Filmindustrie gerade in Kapstadt
als boomender Wirtschaftszweig.
Zurzeit wird dort die Verfilmung der Siegfried-Sage
beendet, während Nick Nolte in Johannesburg für
eine Produktion über die tragischen Ereignisse
in Ruanda von 1994 vor der Kamera steht. Auch der auf
der Berlinale gezeigte britische Film "Country
of My Skull" mit Juliette Binoche als Gerichtsbeobachterin
wurde in Kapstadt gedreht.
Bau und Betrieb eines Filmstudiokomplexes
am Westkap (29.07.2003)
Die Entwicklung zum Bau eines international wettbewerbsfähigen
Filmstudios in Kapstadt erreichte gestern einen weiteren
Meilenstein. Von der Stadt Kapstadt, der Cape Filmkommission
und der Wesgro wurde im November 2002 eine gemeinsame
Ausschreibung für die Errichtung und den Betrieb
eines privaten Filmstudio Komplexes am Westkap ins Leben
gerufen.
Nachdem Im Januar 2003 die Abteilung unter Leitung des
Ministers Ebrahim Rassol elf Anträge auf die Ausschreibung
erhielt, konnten nach einem ersten Auswertungsprozess
acht der Bietergemeinschaften zur Erläuterung der
weiteren Projektausführung im Februar eingeladen
werden. Anfang Juni 2003 erhielt die Abteilung dann
Businesspläne von 6 Bietern, von welchen am 29.
Juli die folgenden drei für die Endauswahl zugelassen
wurden:
1) Cape Town Motion Picture Studios, die in Culemborg
mitten in Kapstadt gebaut werden sollen;
2) Dreamworld Film City, auf dem Gelände an der
N2 bei Faure/ Somerset West;
3) iKapa Film City, im Capricorn Park in Kapstadt
Am 15. August wird das Resultat der Ausschreibung bekannt
gegeben.
Verkauf der Ster Century Europe
Ster Century Europe, which is jointly
owned by Primedia and Kersaf, has sold its businesses
in Spain, UK and Ireland for about $37m, which almost
closes "an unsatisfactory period of international
cinema expansion", according to Primedia CEO William
Kirsh.
The Spanish cinema assets, which comprises two multiplexes
with a total of 21 screens, were sold to Abacocine for
about 10,6m, while the assets in Britain and Ireland,
comprising seven multiplexes with 87 screens, were sold
to Aurora Cinemas for $27m.
The deals leave Ster Century Europe with only its site
in Slovakia, which is one multiplex with eight screens,
and it is in the process of being sold.
Kersaf reported a year ago that the $1,8m sale of the
asset had been negotiated, but was subject to the approval
of the Slovakian competition commission. Kirsh said
yesterday the body did not approve the deal so further
negotiations took place and there were a number of interested
parties.
Kirsh said the group was pleased with the sale , although
the ultimate prices realised were less than expected.
The disposals would eliminate the significant losses
from Ster Century Europe.
|